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„Wenn die Sehnsucht größer ist als die Angst, entsteht Mut“ …!

Bornholm, 23.08.2017

Jeder kennt diese Anspannung, wenn einem etwas Neues bevor steht. Wenn man das erste Mal auf große Reise geht, womöglich noch alleine. Wenn man einen neuen Job anfängt und auf neue Kollegen und Aufgaben trifft. Wenn man einen Vortrag halten soll oder  eine Präsentation vor einem Kunden. Dann schläft man unruhig, ist nervös, hat schon beim Gedanken daran feuchte Hände oder leichte Hitzewallungen…
Doch wann wird aus Aufregung Angst, ist es mehr als Anpannung oder Nervosität vor dem Unbekannten, der neuen Hürde?

Viele, viele Menschen leiden unter Angst. Und Angst ist mehr als Anspannung. Angst kann den ganzen Körper und die ganze Seele einnehmen. Schon morgens aufwachen und mit dem Augenaufschlag der blanken Panik ist Gesicht schauen. Und dann den ganzen Tag mit rasendem Puls, anhaltender Nervosität und Verwirrtheit durch den Tag wanken.

Oft wird dieses permanente Angstgefühl dann von dir noch garniert mit noch mehr Aufgaben und einem vollem Terminkalender, damit du dieses beklemmende Gefühl nicht so merkst. Bloss nicht stillstehen oder still sitzen, denn sonst kriecht dieses Gefühl in dir hoch und lähmt dich vollständig. Dann doch lieber noch schneller laufen, der Angst davon. Termine machen, Freunde treffen, zum Sport, ins Kino, Musik hören, im Internet surfen, das Radio auf Dauerbeschalltung stellen…. du wirst schon schneller sein als die Angst.

Weit gefehlt! Diese Rechnung geht nicht auf ! Die Angst wird dich immer einholen, schneller und vor allem klüger sein als du. Sie will ja schließlich dein Chef sein, deinen Weg bestimmen und am Steuer sitzen.

Doch woher kommt diese Angst? Ich beschäftige mich seit Jahren mit diesem Thema und habe vor allem persönlich sehr viele Erfahrungen damit. Und eines habe ich durch Selbsterkenntnis und die Arbeit mit anderen Menschen gelernt: Angst entsteht oft durch Fremdbestimmung. Durch ein Leben, das nicht mir gehört, dass nicht ich bestimme.

Andere haben dich in einen Job, in eine Partnerschaft, an einen Wohnort, in eine scheinbar ausweglose Situation gebracht. Und wenn du dann mal zurück schaust, wie es dazu gekommen ist, siehst du oft zurück auf eine lange Reihe von Jahren, ja vielleicht schon von Kindheit an, in denen du dem gefolgt bist, was andere für sdch als richtig erachtet haben.

Du hast Abitur gemacht, obwohl, du gar keine Lust auf Lernen hattest, sondern eigentlich lieber was mit den Händen  oder was Kratives gemacht hättest. Dann hast du studiert, obwohl du eigentlich lieber Tierpflegerin oder Krankenschwestern werden wolltest. Dann während des Studiums hast du Kontakte gepflegt, die wichtig für dein Weiterkommen waren, aber eigentlich konntest du diese Menschen nicht riechen.
Nach dem Studium hast du dir dann einen Job gesucht, der natürlich deiner Qualifikation entsprach  – und eigentlich nicht dem, was dir Freude gemacht hat.
In einer Stadt, in der die besten Karrierechancen warteten und nicht auf dem Land, wo du eigentlich mal gerne leben wolltest.

Du gehst morgens ins Büro und abends fährst du mit der S-Bahn nach Hause. Tagein, tagaus. Du verdienst gut, hast Freunde, gehst aus. Und eigentlich wäre alles gut. Bis zu dem Tag, an dem du morgens in der Bahn einen Schweißausbrauch mitten unter diesen vielen Menschen bekommen hast. Dann ein paar Tage später das gleiche beklemmende Gefühl im Supermarkt an der langen Schlange vor der Kasse. Und eine Woche später überkommt dich dieses Gefühl mitten in einer Filmvorführung im Kino. Du stürzt raus auf die Straße und kannst kaum atmen, der kalte Schweiß steht dir auf der Stirn. Als du irgendwann jeden Tag mit diesen „Anfällen“ kämpfst, gehst du zum Arzt. Er diagnosti-ziert „Angstanfälle“ oder sogar „Panikattaken“.
Er fragt dich nach Stress, nach besonderen Umständen in deinem Leben. Doch eigentlich gibt es da nichts, was der Auslöser sein könnte…

Doch. Ein fremdbestimmtes Leben. Ein Leben, in dem du schon früh von DEINEM Weg abgekommen bist. In dem du schon früh das gemacht hast, was andere für dich als gut geheissen haben. In dem du schon früh deine eigenen Wünsche, deine Intuition und das Wissen um dein Wohl hinten angestellt hast.
Du hast dich verloren. Und deine Angst will dich zurückholen. Dir zeigen, dass du dort falsch bis, wo du dich befindest. Ein Leben, ja. Aber eben nicht DEIN Leben.

Wenn du anfängt, dich wieder mit dir zu beschäftigen. Wenn du anfängst, die Dinge so zu tun, wie sie für DICH stimmig sind. In dem Tempo, das für DICH richtig ist, wird die Angst weniger.

Fange an, zu leben. Fange an, die Dinge zu machen, die dir Spaß machen, die du schon als Kind machen wolltest. Lasse mehr kindliche Freude und „Verrücktsein“ in dein Leben. Mehr Vitalität, Spontanität und vor allem Mut.

Denn: „Wenn die Sehnsucht größer ist als die Angst, entsteht Mut!“ 

Entdecke die Sehnsucht nach deinem eigenen Leben!

Als Inspiration hier ein Video von „Prince Ea“, den ich durch meinen 17-jährigen Sohn entdeckt habe und der wunderbare Video-Botschaften an uns richtet, an die Jugend, die noch alles vor sich hat und an uns Erwachsene, die wir noch alles vor uns haben, wenn wir nicht länger auf UNSER Leben warten!

Gerne begleite ich dich dabei – auf Bornholm, einer Insel und einer Natur, die das Vertrauen in das Leben stärken.

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Es hat sich ausgeflogen: Von einer Mutter, die nicht mehr Stewardess sein wollte….

In der letzten Woche kam eine Frau zu mir in unsere Sommer-Galerie auf Bornholm.

Unsere Galerie ist viel mehr als ein Ort, an dem man Naturfotos schauen und kaufen kann. Es ist ein Ort der Begegnung, der Gespräche und des Austausches. Dadurch, dass mein Mann Udo in den letzten Jahren drei Erzählungen geschrieben hat, die in Deutschland in der Rubrik „Stressprävention und Stressbewältigung“ zu Bestsellern geworden sind, kommen immer wieder Menschen zu uns, um zu hören, wie wir das so mit der Auswanderung und der Entschleunigung gemacht haben…
Es ist immer wieder schön, tiefe Gespräche mit Menschen zu führen, die man das erste Mal trifft.

Christine kam direkt suchend auf mich zu, da sie wußte, dass ich auch mit Frauen arbeite… Ich konnte in ihrem Gesicht die Anspannung und Angst geradezu lesen.
Angst, obwohl sie gerade an einem der schönsten Orte der Welt war, bei schönstem Wetter und in totalem Frieden.

„Ich weiß nicht, was ich tun soll“, sagte sie. „Ich habe seit fast zwei Jahren Angstzustände. Und bald muss ich in meinem Beruf zurück“. Sie erzählte dann, dass sie Stewardess sei (bei wohl der größten Flugesellschaft Deutschlands). Ein Job, der ihr immer Spaß gemacht hat. Sie liebte das Reisen das unterwegs sein. Heute hier, Morgen dort. Neue Menschen, schöne Hotels. Hektik aber auch Abenteuer.

Dann bekam sie ihr erstes Kind und ging in den „Babyurlaub“. Danach stieg sie wieder in den Beruf ein. Und es machten sich die ersten unguten Gefühle breit. Das Gefühl, nicht am richtigen Ort zu sein, denn ihr Herz hatte immer Sehnsucht nach dem kleinen Sohn, ihrem Mann, ihrer kleinen Familie. Kurz darauf wurde sie wieder schwanger und war froh darüber. Und als die kleine Sarah auf die Welt kam, war alles in Ordnung. Doch schon ein paar Monate später machte sich so langsam wieder ein ungutes Gefühl breit. Leichte Magenschmerzen traten auf. Denn Sie wußte, dass sie bald wieder zurück in den Flieger musste. Alle fragten sie schon, wann sie denn nun wieder zurückginge.
Ihr Herz schrie förmlich, denn sie wollte das nicht, Sie fühlte sich sehr wohl in der Rolle der Mutter, Hausfrau. Doch war das genug? Ihr Mann verdiente gut und das Geld reichte aus für die Familie… ihre Tochter kam auch in den Hort und sie bestieg wieder die Maschine…

Dann kam der Terror. Der Anschlag in Paris, sie war gerade in der Stadt. Ihre Familie weit weg. Sie telefonierte mit den Lieben daheim und bereits am Telefon kam der erste Angstanfall. Schweißausbrüche und Herzrasen, Atemnot und Schwindel. Von diesem Tag an überkam diese Gefühl sie häufig, fast jeden Tag. Schließlich ließ sie sich krankschreiben und der Arzt diagnostizierte „Angstzustände und Panikattacken“.

Seitdem ist die Zuhause und kämpft mit sich, ihren Ängsten und auch mit dem Gefühl, dass sie irgendwann wieder gesund werden könne. Und dann? Muss sie dann wieder fliegen? Weit weg sein von den beiden Kleinen?

„Was mache ich nur?“, fragte sie mich fast verzweifelt.
„Was möchtest du denn?“, fragte ich zurück. „Was sagt dein Herz?“.
„Ja natürlich möchte ich bei den Kindern bleiben. Aber das geht ja nicht“.
„Warum geht das nicht“, fragte ich direkt.
„Na ja, das ist ja ein sicherer Job. Ich war immer Stewardess. Und ich kann doch so einen Job nicht einfach aufgeben.“.
„Was möchtest du denn „eigentlich“ tun?“, blieb ich dran.
„Kündigen! Ganz klar.
„Und warum tust du es nicht“, fragte ich noch mal.
„Geht doch nicht!“.
„Wer sagt das?“.
„Ähh, ja, ja ,, ich meine… du meinst ICH?“
“ Ja, sagst DU das? Oder andere?“
„Na ja, eigentlich eher die anderen“
„Haben die anderen denn deine Angstzustände?“
„Nee, die meinen, dass ich so was doch nicht einfach aufs Spiel setzen soll“
“ Aber du meinst, dass du deine Gesundheit aufs Spiel setzen sollst?“
„Neiin, die Kinder brauchen mich ja. Ich bin ja Mutter und ich will gesund sein für die beiden!“.
„Was ist dann das richtige für dich?“
„Kündigen“ Ganz klar“. Aber was mache ich dann???“
„Das findest du heraus, wenn du sich entscheidest, deinem Gefühl zu folgen. Geh einen Schritt nach dem anderen…“
Es fiel ihr ein Stern vom Herzen, denn endlich wurde das ausgesprochen, was sie schon lange gefühlt hatte. Sie lächelte…

Christine wurde klar, dass sie mit dem Herzen bereits vor lange Zeit eine Entscheidung getroffen hatte. Und da sie gegen ihr Gefühl ihre Kinder abgegeben hatte und wieder Stewardess wurde, kamen ihre Angstanfälle. Sie handelte schlichtweg gegen ihren inneren Kompass, gegen ihr Mutterherz und dem Gefühl, wo JETZT im Leben ihr Platz ist. Nämlich Zuhause.

Von uns Muttern wird oft verlangt, dass wir nach der Geburt eines Kindes einfach da weitermachen, wo wir vor der Geburt aufgehört haben. Doch Muttersein ist so viel mehr, als ein Kind auf die Welt bringen und drei bis zwölf Monate aufziehen. Muttersein verändert uns, unsere Werte, unsere Sicht auf uns, unsere Lieben und die Welt.

Muttersein ist oft eine Neugeburt von uns und wir sollten uns viel mehr darüber bewußt sein – SELBSTBEWUSST – dass dies unserem Leben eine komplett  neue Richtung geben kann.

Ich erzähle Euch diese kleine Geschichte, denn Christine hat es sehr gut getan, dass ein fremder Mensch sie einfach mal gesehen hat und sie ehrlich gefragt hat, was SIE möchte. Und dass der Weg raus aus den Angstzuständen darin liegt, zu sich selbst zurück zufinden und an sich selbst zu glauben. Nicht das zu tun, was andere erwarten (das schürt Angst, denn man macht es nicht aus eigener Motivation heraus), sondern das, was sich richtig anfühlt.

Wir sollten uns gegenseitig mehr Mut machen, unserem Herzen zu folgen.

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Welches Wort steht auf der Visitenkarte deines Lebens?

Bornholm 15.08.2017
In meinem letzten Intensiv-Coaching Ende Juli fand Karin ihre „Visitenkarte des Lebens“.
Ich hatte ihr von dem neuen Roman meines Mannes „Meer als Alles“ erzählt und in der Woche, in der sie bei mir war, fand eine Lesung statt. Die Woche war bewegend. Alte Muster kamen zum Vorschein, wurden angeschaut und weggeräumt. Neues konnte entstehen, erblühen….
Am vorletzten Tag des Coachings kam Karin, als wir uns morgens um 10 Uhr trafen, freudestrahlend auf mich zu. „Ich kenne jetzt mein Wort auf der Visitenkarte. Da steht „Alleswollerin“.
Katrin fühlte genau, wie wichtig dieses Wort zukünftig für sie sein würde. Ein Leben lang hatten ihr andere Menschen gesagt, dass sie einfach zu viel vom Leben wollte, zu viele Ideen gleichzeitig hatte. Andere bewerteten das, was ihr eigentlich Energie gab, als zu „chaotisch“, zu „egoistisch“ . „Man kann nicht alles wollen. Du musst  schön eins nach dem anderen machen“, sagten sie.
Tatsächlich malte Karin auf Bornholm ein kunterbuntes Bild mit all ihren sprudelnden Wünschen und Ideen. Tausend bisher ungelebte Träume und Vorhaben, die sie zurückhielt, weil man „ja nicht alles haben kann“.

Karin reiste heim mit ihrem neuen Wort. Wollte sich damit eine Visitenkarte für ihren Schreibtisch basteln. Vielleicht in großen Lettern auf ein T-Shirt drucken. auf jeden Fall es stolz herausposaunen, wenn man sie fragt. „ICH bin eine Alleswollerin. Und das ist gut so!“.

Ich bin voller Vorfreude auf den Roman, der am 28.August in Deutschland erscheint. Er ist sooo wichtig und bedeutet mir persönlich so viel. Wir arbeiten mit den Inhalten bereits in dem Männer-Seminar „Bin am Meer“, die ich zusammen mit meinem Mann veranstalte. Und in meinen Einzelcoachings können sich auch Frauen auf die Suche nach dem „Wer bin ich, wenn alles Unwesentliche weggeräumt wird“ machen….
Eine sehr, sehr wichtige Suche mit wundervollen Antworten, die ein großer Wendepunkt im Leben sein können…

Der adeo-Verlag stellt das Buch mit folgenden Worten vor:
„Erfolg im Job? Solide Partnerschaft? Ein Jahresurlaub? Alles erreicht! Aber ist das wirklich schon alles? Immer mehr Menschen fühlen sich als Fremde im eigenen Leben. Wer bist du wirklich? Welches Wort steht auf der Visitenkarte deines Lebens? Was ist deine Bestimmung im Leben?

Udo Schroeter löst auch mit seinem dritten Buch viele Fragen aus und nimmt Sinnsucher jeden Alters mit auf eine Reise nach persönlichen Antworten auf diese existenziellen Fragen.

Der Held seiner Geschichte, Angelführer Leif, gibt kluge Antworten auf die großen Herausforderungen des Lebens. Fünf erfüllte Tage verbringt er mit dem Sinnsucher Daniel am Meer und hilft ihm dabei, alte Schmerzen aus der Vergangenheit und Sorgen um die Zukunft loszulassen. Daniel erfährt aufs Neue: Das Leben ist hier und es ist jetzt. Es kommt darauf an, seine Bestimmung zu erkennen.“

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Auf meiner Visitenkarte des Leben steht „Walforscherin“. Seitdem ich dies weiß, hat sich mein Leben sehr verändert, denn ich habe damit den Kern meines Lebens gefunden. Bin bei mir angekommen. Auf der Visitenkarte, die ich lange Jahre mit mir herumgetragen und bei Empfängen und beruflichen Anlässen gezückt habe stand: „PR-Beraterin“. Ja, das war das, was ich mal „gelernt“ und womit ich viele Jahre mein Geld verdient habe. Aber das war nie ICH, das hat mich weder glücklich gemacht oder beschrieben, was mich ausmacht, noch mein Herz zum Tanzen gebracht. Ich habe mich – so wie im Text oben beschrieben – fremd damit gefühlt. Und wenn mich jemand fragte, was ich bin, wußte ich nie so richtig, was ich sagen sollte. Meint man den Beruf oder was?

Seitdem ich Mutter bin und nach unserer Auswanderung einen neuen Weg eingeschlagen habe und schließlich mit Udos Support zu der WIRKLICHEN VISITENKARTE MEINES LEBENS gefunden habe, bin ich bei mir angekommen.
Wenn mich jetzt jemand fragt, was ich bin, so kann ich stolz sagen: Ich bin Walforscherin. Damit verdiene ich zwar nicht mein Geld, aber im Herzen war ich das seit meiner Kindheit und bin es heute umso mehr. Daher fahre ich seit letztem Jahr regelmässig zu den Walen, erforsche ihre Lebensweise und ihr Sozialverhalten, unterhalte mich mit „richtigen“ Walforschern, Walbeobachtern, studiere Literatur und Artikel… Und das macht mich glücklich! Wenn ich das alles tue, bin ich bei mir und erfüllt. Und habe Kraft und Energie, mein Geld für mein „Täglich Brot“ zu verdienen und dabei mein Walforscher-Herz einzusetzen. Denn die Walbegegnungen geben mir sehr viel Erkenntnis für das „Wesentliche“ im Leben. Und ich teile dieses Wissen und diese Naturerfahrung in und durch meine Naturcoachings und mache dir Mut, dich selber auf die Suche nach dem zu machen, was deine Bestimmung ist.

Welches Wort steht auf der Visitenkarte deines Lebens?

Alles Liebe
Steffi